Mein Bezirk - Innere Stadt


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Online gestellt: 01.04.2008 11:39 Uhr
Aktualisiert: 01.04.2008 11:44 Uhr
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Historisches

Die Geschichte des ersten Bezirks ist auch zeitgleich die Geschichte der ganzen Stadt. 
Historisches
Archäologische Funde beweisen, dass sich bereits in prähistorischen Zeiten Menschen am Standort des heutigen Wiens angesiedelt haben. Um die Grenze der Provinz Pannonien zu schützen, gründeten die Römer im 1. Jahrhundert n. C. ein Militärlager in „Vindobona“, der vormals keltischen Siedlung Vedunia. Gut 400 Jahre sollten die Römer bleiben. Ein verheerendes Feuer vernichtete das römische Lager, welches so zum Opfer der germanischen Völkerwanderung wurde. Die Überreste wurden jedoch nicht verlassen.
Die erste urkundliche Erwähnung lässt sich auf das Jahr 881 datieren. In den Salzburger Annalen ist von einer Schlacht apud Weniam die Rede – ob der Fluss oder die Stadt gemeint ist, kann allerdings nicht mit Sicherheit gesagt werden.
Wien wurde im 11. Jh. ein wichtiger Handelsort. 1200 wurde die Wiener Stadtmauer, zum Teil von dem Lösegeld für König Richard, errichtet. In dieser Zeit etablierte sich auch nach und nach das Fürstengeschlecht der Habsburger.
1529 wurde Wien zum ersten Mal vom osmanischen Reich belagert. Nur mit Müh und Not konnte die Verteidigung aufrecht erhalten werden, wodurch schnell deutlich wurde, dass zeitgemäße Befestigungsanlagen vonnöten wären. Die lang andauernden, umfassenden Baumaßnahmen sollten sich lohnen: 1683 konnte Wien zum zweiten Mal dem osmanischen Heer standhalten.
In Folge wurde viel gebaut. So entstanden in Wien zahlreiche Gebäude wie das Schloss Belvedere, das Gartenpalais des Prinzen Eugen, das Palais Liechtenstein, Schwarzenberg und vieles mehr.

1850 ist schließlich das „Geburtsjahr“ des ersten Bezirks: 34 Vorstädte wurden eingemeindet und in Bezirke unterteilt. Die bisherige Stadt wurde zum ersten Bezirk. Kurze Zeit später wurden die Befestigungsanlagen auf Anordnung des Kaisers geschleift – die Ringstraße entstand, die architektonisch durch den Stil des Historismus geprägt ist. Das wichtige Ereignis der Weltausstellung im Prater im Jahre 1873 folgte.

Besonders 1830 kam es in Wien häufiger zu Überschwemmungen, weshalb immer häufiger über eine Donauregulierung nachgedacht wurde, die zwischen 1870 und 1875 durchgeführt wurde.
1890 fand die zweite große Stadterweiterung statt, was besonders die Vororte, die in Folge zu den Bezirken 11 bis 19 organisiert wurden, betraf.

1910 ergab eine Volkszählung, dass in Wien mehr als 2 Millionen Menschen legten. Damit gesellte sich Wien zu Paris, New York City und London zu jenen Städten, die zu der damaligen Zeit weltweite diese Marke überschritten haben.

Der Erste Weltkrieg führte zwar nicht zu einer unmittelbaren Bedrohung Wiens, jedoch zu einer schweren Versorgungskrise, weshalb Nahrungsmittel und Kleidung sehr knapp wurden. Der autoritäre Ständestaat sollte ebenfalls folgenschwere Einwirkungen auf die Bevölkerungen ausüben. 1934 wurde der Wiener Bürgermeister Karl Seitz mit Gewalt aus dem Rathaus entfernt. Zur Arbeitsbeschaffung wurde der Bau der Höhenstraße auf dem Kahlenberg angeordnet.

Die Zeit des Nationalsozialismus brachte viel Leid, vor allem über die jüdische Bevölkerung. Die plötzliche „Degradierung“ der Bundeshauptstadt Wiens zu einem Reichsgau des deutschen Reiches sorgte für Unmut. Um diese Stimmung zu vertreiben fand eine große Stadterweiterung statt: Groß-Enzersdorf, Schwechat, Mödling, Liesing und Klosterneuburg wurden eingemeindet – Groß-Wien bildete fortan die größte Stadt im deutschen Reich. Jüdische Synagogen wurden Opfer gezielter Vernichtung: Bei den Novemberprogromen 1938 wurden 92 Synagogen zerstört. Nur eine einzige überlebte – der Stadttempel im ersten Bezirk. Wien zählte zu dieser Zeit zu einem Gebiet, dass von Bomben nur schwer erreicht werden konnte. Vorsorglich wurden dennoch Flaktürme erbaut – der erste Luftangriff auf Wien fand im Jahre 1944 statt.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde Wien unter den vier Besatzungsmächten der Alliierten aufgeteilt. Es herrschte ein reges Treiben um den Wiederaufbau. Im ersten Bezirk widmete man sich rasch dem Wahrzeichen der Stadt, dem Stephansdom, der Oper und dem Burgtheater. Die neu gegossene Pummerin – die große Glocke von St. Stephan – sorgte für Euphorie.
Seit des österreichischen Staatsvertrages und der damit folgenden Unabhängigkeit Österreichs wurde Wien schnell motorisiert – in den 60er wurde auf den verstärkten Ausbau der Wiener U-Bahn gesetzt. Weiters wurden die UNO-City, der Ringturm, die Donauinsel, die Autobahnen, der Millenium Tower und der Twin-Tower in Wien errichtet.

Der erste Bezirk ist heute Mittelpunkt und Handelszentrum der Stadt. Auf 288 Hektar erstreckt sich der Bezirk und bietet rund 19.000 Einwohnern Platz. Knapp über 100.000 Menschen indes, sind im ersten Bezirk berufstätig. Die Innere Stadt ist außerdem für zahlreiche Sehenswürdigkeiten, Museen, Denkmäler und Kulturhäuser weltbekannt.

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